Werkbund-Label 2006
Der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg vergab 2006 zum ersten Mal das WERKBUND LABEL für Projekte und Initiativen, die sich durch herausragende innovative oder gestalterische Qualitäten, und soziale oder politische Vorbildfunktion hervorhoben.
Am 14. Juli 2006 wurden alle ausgezeichneten Projekte und Initiativen im Hubert Burda Media Tower in Offenburg präsentiert und den Preisträgern das WERKBUND LABEL überreicht. Die öffentliche Preisverleihung stieß auf großes Interesse.
Der Vorstand des Deutschen Werkbund Baden-Württemberg zeichnete neun Projekte aus dem Land aus. Die breite Auswahl ging von außergewöhnlichen Produkten, Strukturkonzepten und Bauinitiativen mit Bürgerbeteiligung über vorbildliche Projekte und Konzepte zum Thema Energie, Ressourcen und Ökologie bis hin zu Netzwerkprojekten und innovativen Lernkonzepten. Vorrausetzung war dabei nicht, dass ein Projekt bereits abgeschlossen war, sondern die Projekte und Initiativen konnten noch im Zustand der Idee und des Entstehens sein.
Der Vorstand legte bei seiner Auswahl folgende Bewertungskriterien zu Grunde: Die ausgezeichneten Projekte und Initiativen sollten zum Beispiel innovativ, interdisziplinär und zukunftsweisend sein, hohe gestalterische Qualität besitzen, soziale oder politische Vorbildfunktion haben, umweltfreundliche Technologien und Energien einsetzen sowie Modellcharakter haben, der auf andere Initiativen übertragbar ist. Auch die Förderung zivilgesellschaftlicher Entwicklungen durch Mut, unkonventionelles Vorgehen, Querdenken und Eigeninitiative wurde vom Vorstand des Werkbunds honoriert.
Die Preisträger erhielten das WERKBUND LABEL, das unter Verwendung des von Anton Stankowski gestalteten Werkbund-Logos entwickelt wurde. Mit dem neuen WERKBUND LABEL soll den ausgezeichneten Projekten zu mehr öffentlicher Anerkennung und den Initiatoren zu besseren Erfolgschancen verholfen werden. Der Werkbund will damit deutlich machen und fördern, was seiner Meinung nach wichtig ist für die Gestaltung von Zukunft und für die Bewältigung dringlicher gesellschaftlicher Fragen. Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden.
Die folgenden Projekte wurden ausgezeichnet:
_ Dold Holzwerke GmbH, Buchenbach bei Freiburg
Neue Konzepte zur Energiegewinnung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz
_ DOMIZIEL GmbH, Titisee-Neustadt
Projekte zur Wohnraum- und Arbeitsbeschaffung für wohnungs- und arbeitslose Menschen
Forschungsprojekt der Fakultäten Architektur und Bauingenieurwesen an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung HTWG Konstanz
Entworfen von Tilla Goldberg, Köln, hergestellt von der Kopf AG, Sulz-Bergfelden
Forschungsprojekt von Prof. Dr. Wolfgang Schöllhorn, am Institut für Sportwissenschaften der Universität Münster
Engelbert Rolli, Stuttgart
Künstlerinitiative im Stadtteil Jungbusch, Mannheim
_ MiKa Wohnungsgenossenschaft eG, Karlsruhe
Interkulturelles, generationenübergreifendes Wohnprojekt in der Karlsruher Nordstadt
Wohnprojekt unter Federführung der BauWohnberatung (BWK)/der Initiative bed & roses Karlsruhe, in Zusammenarbeit mit den beiden Karlsruher Architekturbüros archis sowie Grünenwald + Heyl, mit Christiana Schmitt MUT Ambulante Betreuung mit Unterstützung von Tieren und mit Monika Axtmann MAUS unabhängige Seniorenberatung.

