Am 18. Juli 2011 wird der Werkbund Italia gegründet.

Toskanischer kann man sich den Gründungs-Ort kaum vorstellen: unterhalb der Bergzunge, auf der die Stadt Anghiari östlich von Arezzo liegt, in der Ebene des Tiber, vor dem Gebirge des Appennin, in einer mittelalterlichen Mühle, dem weit ausgebreiteten Atelier eines Bildhauers. Nach etlichen Vorgesprächen und zwei Vorkonferenzen am 12. Juni und 10. Juli wird hier am 18. Juli ab 16 Uhr der „Werkbund Italia“ gegründet.

Die Gründungsfamilie ist ein Kreis von über 20 Personen vieler Berufe: vom Gärtner zum Hochschullehrer für Landschaftsgestaltung, Architekten, Stadtplaner, Unternehmer, Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Lehrer, Museumsdirektor. Wie es zur Toscana gehört, ist die Zusammenkunft im mediterranen Sommer ein „convivium“ – wie in einem Film von Fellini oder Renoir auf einer Wiese unter einem weit ausgebreiteten Ölbaum – mit exzellentem Essen, gutem Wein, langen Gesprächen und Diskussion im kühlen Schatten unter den Gewölben der Mühle. Die Mitglieder verstehen die Werkbund-Gründung auch als ein gesellschaftliches Aufbruch-Signal am Ende der lähmenden Berlusconi-Ära.

Vermittler zwischen der Tradition des Deutschen Werkbunds und den Gründern des Werkbund Italia ist Prof. Dr. Roland Günter, Ehrenbürger von Anghiari. Auch einige Werkbund-Mitglieder aus Deutschland haben sich angesagt.

Ein ausführlicher Bericht zu Intentionen, Projekt-Visionen und Personen folgt nach der Gründung.

04.08.2011 von: dwbadmin
Erstellt unter dwb nordrhein-westfalen
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Kommentare

  • Es ist ein bemerkenswertes Ereignis, wenn sich in Italien Persönlichkeiten des kulturellen Lebens mit der Werkbund-Idee identizieren und einen eigenen Verband gründen. Roland Günter ist für seine Initiative zu danken und sie verdient eine breite Diskussion im Deuschen Werkbund. Vielleicht es unsere Schwäche, daß wir zu sehr zersplittert in Landesverbänden vor allem unsere lokale und regionale Agenda vor Augen haben. Aber der Werkbund war von Anfang an eine europäische Idee. Dort sollten wir wieder verstärkt hinkommen und unsere neuen italienischen Kollegen einbinden und einladen. Wer 2012 seinen Urlaub in Italien verbringt könnte sich mit dem einen oder anderen neuen Werkbündler dort verabreden und die Botschaft mit nachhause bringen. Wir sollten wissen, was Werkbund-Arbeit in Italien heißt und wir sollten interessiert daran sein, was dort unter unserem Label geschieht.

    Emil Hädler
    1. Vorsitzender des WB Rheinland-Pfalö


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