Das Nutzungskonzept für die ehemalige Tuchfabrik “Salzmann & Comp.” ist weiterhin zu diskutieren

Seit gut einem Jahr wird in der nordhessischen Stadt Kassel um ein hochkarätiges Baudenkmal der Industriegeschichte gekämpft. Nach langer Zwischennutzung durch die Kreativwirtschaft und zweijährigem Leerstand war der Abriss nicht ausgeschlossen worden, da sich kein tragbares Neu-Nutzungskonzept auftat. Zusammen mit anderen Aktiven engagierte sich der DWB Hessen für den Erhalt und eine verträgliche neue Nutzung. Auf dem Werkbundtag 2014 in Leipzig wurde von diesem Projekt berichtet. Mittlerweile ist ein Investor gefunden, der Eigentumswohnungen als Anlageobjekte in dem historischen Areal realisieren will. Zwar wird damit der Erhalt der Gebäudehüllen gesichert werden, jedoch auf Kosten der historisch wertvollsten Teile, der Oberlichthallen. Das Prinzip äußerste Ausnutzung der Kubatur wird vor die Möglichkeit authentische Nutzung gesetzt. Ein Aufruf an alle Projektverantwortliche seitens der internationalen Fachwelt aus Architekturgeschichte, (Industrie-)denkmalpflege und Kunstgeschichte, der stark von DWB-Mitgliedern unterstützt wurde, sollte den Erhalt wenigsten eines der drei architekturgeschichtlich herausragenden Oberlichtsäle bewirken (siehe beigefügte Presse). Der DWB Hessen wirkte auch entscheidend mit an einem konkreten Umnutzungskonzept für einen Gebäudeteil, der einen dieser Oberlichtsäle einschließt. Derzeit (Dezember 2014) ist noch nicht das letzte Wort gesprochen darüber, ob dieses nicht noch ermöglicht werden kann.
Kassel ist seit Kurzem stolze Welterbestadt mit seinem barocken Bergpark aus der kurfürstlichen Epoche – der mangelnde gleiche Stolz auf die eigene Geschichte als Industriemetropole nährt das geringe Interesse der örtlichen Politik am authentischen Erhalt der ehemaligen Tuchfabrik Salzmann & Comp.

Pressemeldung
Stimmen aus dem Rücklauf

17.12.2014 von: dwbadmin
Erstellt unter dwb hessen
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